Jugendforen Nanomedizin: Online-Dialog

Di, 07. Februar 2012
Überblick | Team | Beirat
Ablauf | Infos für Teilnehmende | Infos für Lehrkräfte | Technische Voraussetzungen
Verpflichtendes Material | Empfohlenes Material | Für die Wissenshungrigen | Experten befragen... | ...Experten antworten
Arbeitsmaterialien | Gruppen-Chat | Expertenchat | Rollenspiel | Dialog-Regeln
Anfängliche Befragung | Zweiter Fragebogen | Abschluss-Befragung
Aussagen Infomaterial | Argumente | Empfehlungen | Bewertungen
Stichwort-Definitionen | Stichwörter hinzufügen

Experten-Antworten auf Ihre Fragen

small logo

Nanomedizin: Was die Experten zu sagen haben

  • Hier finden Sie Antworten auf Fragen um das Thema Nanomedizin,
    die von Teilnehmerinnen und Teilnehmern an den Online-Dialog gestellt worden sind.
  • Die Antworten sind von unseren Experten geliefert worden.
  • Fragen und Antworten sind in chronologischer Ordnung aufgeführt.

Die neusten Einträge

katharina fragt:

Diagnose von Krankheiten mit Hilfe von Nanopartikeln
Wie können mit Nanopartikeln Krankheiten diagnostiziert werden? (Frage zum Vortrag von H. Thalhammer)

Niels Boeing antwortet:

Eine Möglichkeit sind lumineszente, also Licht aussendende Quantenpunkte. Man versieht sie mit Molekülen, die nur an bestimmte Zellrezeptoren des kranken Gewebes binden. Haben die Quantenpunkte angedockt, werden sie mit elektromagnetischer Strahlung, die durch das Gewebe dringen kann, angeregt. Wenn sie in den nicht angeregten energetischen Grundzustand zurückfallen, senden sie ihrerseits Licht aus. Überall dort, wo krankes Gewebe ist, leuchten sie auf einer Diagnose-Aufnahme auf. Die Farbe (Wellenlänge) lässt sich über den Durchmesser und die Materialstruktur der Quantenpunkte tunen. Im Gewebe würde man wohl Infrarot-(Wärme)-Strahlung als Leuchtsignal nehmen.

katharina fragt:

Entdeckung und Verarbeitung der Nanopartikel
Ich wüsste gerne, wie diese Kleinstenteilchen entdeckt und z.B. Cremes zugeführt werden. (Frage wurde als Kommentar zum Vortrag von H. Thalhammer von einem Teilnehmer gestellt).

Niels Boeing antwortet:

Hmmm, entdeckt: Nanopartikel werden hergestellt. Dafür gibt es verschiedene Verfahren: Kugelmühlen (ball-milling), die größere Partikel bis auf Nanoformat mahlen; "Sputtern", also die Zerstäubung von Material, indem im Vakuum energiereiche Ionen darauf abgefeuert werden, worauf sich einzelne Atome herauslösen, die sich wiederum auf einem Substrat zu Nanopartikeln zusammenballen können; Kohlenstoffnanoröhren können auf ähnliche Weise geformt werden, nur wird das Ausgangsmaterial Graphit mit Laserlicht beschossen; organische Nanopartikel können sich aus Molekülen bilden, die ein wasserabweisendes und ein wasseranziehendes Ende haben. In einem wässrigen Medium krümmen sie sich von selbst zu kugelförmigen Objekten, in denen die wasserabweisenden Enden die innere Schicht bilden, die von den wasseranziehenden Enden umschlossen ist. In Cremes sind Nanopartikel Teil einer Suspension, also einer Mischung aus Flüssigkeit und Partikeln. Allerdings neigen Nanopartikel dazu, in der Flüssigkeit zu verklumpen, was den Kosmetikherstellern Kopfzerbrechen bereitet.

Seite  1 2 >

Über uns | Site Map | Datenschutz | Kontakt | © 2008 Politik- und Technologieberatung